Die Lager


Welche Kultur und welches Lager eure Sinne berührt und euch unwiderstehlich anzieht, entscheidet allein euer Herz. Schließt die Augen, lasst die Bilder an euch vorbeiziehen und lasst dann eine der alten Kulturen zu eurer neuen Heimat in Nebula werden. Ihr könnt euch sicher sein: Überall wird man euch mit offenen Armen empfangen, die Tore stehen weit offen...


Das Lager des Nordens

Als Harlan sein nördliches Reich errichtete, bot ihm die Landschaft viele Möglichkeiten und legte ihm gleichermaßen Hindernisse in den Weg. In manchen Gebieten war es herausragender Steinmetzkunst zu verdanken, dass die schroffen Gebirge zu einer Heimat für sein Volk werden konnten. Doch waren die Berge erst bezwungen, gaben sie ihre innersten Geheimnisse preis. Edle Metalle und schimmernde Juwelen ermöglichten einen florierenden Handel und reich geschmückte Städte. Das raue Klima härtete Harlans Volk und machte es beständig und ausdauernd wie die imposanten schneebedeckten Gipfel. Wer sich ein Zuhause in den zerklüfteten Höhen geschaffen hatte, wurde mit der Zeit zu einem Experten in der Bearbeitung von Stein und Metall, wer sich in den Hochebenen oder Tälern heimisch fühlte, wurde ein Meister darin, dem widerspenstigen Boden alles zu entlocken, was für die Ernährung oder die Gesundheit notwendig war.

Auch das Lager, das heute an Harlans Reich erinnert, ist geprägt von den Errungenschaften der vergangenen Zeiten. In das Konzert von Hammer und Amboss mischt sich der Stolz seines Dirigenten, raue Gesänge erzählen bei dunklem Bier von heldenhaften Kämpfen mit Riesen und Trollen und Rune reiht sich an Rune, um das Wissen und die Geheimnisse der vergangenen Zeit so beständig zu machen wie die Gebirge, aus denen sie stammen.


Das Lager des Südens

Das milde Klima und die sanften Landschaften von Oaris Reich boten ideale Bedingungen für die Versorgung von Armee und Bevölkerung. Die kühlen Bäche der nördlichen Höhenzüge drangen bis tief in die Niederungen hinein, speisten dort die großen Flüsse und machten das Land fruchtbar. An den sonnigen Hängen der südlichen Hügel fanden sich exzellente Bedingungen für den Weinanbau und für große Olivenhaine. Die großen Städte boten mit ihren Theatern, Arenen und Tavernen viele Möglichkeiten zum kulturellen Austausch, große Tempel mit schlanken Säulen ehrten die Götter und die Foren boten Raum für politische und philosophische Debatten. Oaris straff organisierte Armee war berüchtigt für ihren Zusammenhalt und für ihren Siegeswillen.

Auch heute strahlt das südliche Lager jene Mischung aus Selbstbewusstsein und Liebe zur Kultur aus. Bei einem Becher Wein werden hitzige Würfelspiele ausgetragen oder man erzählt sich Geschichte von Begegnungen mit Satyrn, Minotauren, Nymphen und Dryaden. Der Duft von Oliven liegt in der Luft, wenn man über die großen Fragen der Welt sinniert und der scharfe Geruch von Eisen und Feuer tritt einem unweigerlich in die Nase, wenn es gilt, sich geschlossen einer Gefahr zu stellen.


Die Stadt

Die neuerlichen Ereignisse in Nebula haben auch allerlei Händler und fahrendes Volk in der Hoffnung angelockt, ein gutes Geschäft machen zu können. Die Läden, Stände, Marktschreier, Handwerker und Gaukler lassen einen nicht mehr aus dem Staunen kommen. In den Tavernen sind Entspannung, Spaß und Unterhaltung das oberste Gebot und so mancher Zwist wurde hier schon mit einem kühlen Getränk oder auf eher handfeste Art und Weise beigelegt. Auf dem Bazar des Händlerlagers findet man vom bunten Seidentuch über einen neuen Schild bis hin zur alten Kräuterhexe mit ihren Tränken alles, was man braucht. Und wie es das Werbeschild eines fahrenden Händlers schon prophezeite: Wir haben alles, was Ihr braucht - was wir nicht haben, braucht ihr auch nicht.